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Gereimte Andacht in der Karnevalszeit

(bh) Es ist nun wieder Karneval,
und ich dacht‘ mir für diesen Fall,
da machst du einfach auch mal mit,
du stehst ja eh oft in der Bütt.

So gibt’s der Pfarrer heut den Seinen
Nicht nur mit Worten, sondern Reimen.

Doch ohne Bibel geht’s wohl nicht.
Das ist so, wenn der Pfarrer spricht.
Aber nicht deshalb, nein von wegen,
will ich ein Bibelwort auslegen.
Die Pfarrer tun’s allein deswegen,
weil Gottes Wort bringt reichen Segen.

Die Jahreslosung dieses Jahr
bringt einen Spruch ganz wunderbar.
Er will Vertrauen bei uns stiften,
von Angst und Schrecken uns entgiften.
Im Evangelium nach Johannes
Kapitel 14 da liest man es,
gleich in dem ersten Vers geschrieben
und so ist es bis heut geblieben:
zum Abschied und auf lange Sicht
Christus zu seinen Jüngern spricht:
„Euer Herz erschrecke nicht.
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“


Erschreckend sind gar viele Sachen
die Menschen heut‘ zu schaffen machen.
Haiti und Afghanistan,
manch Landesfürst in seinem Wahn.
Und auch im eignen Land gibt’s Not,
gibt’s Krisen, Krankheit, Angst und Tod.
Im Kleine wie im Großen
wir an die Grenzen stoßen.

Da braucht es einen, dem wir trauen
auf den wir unser Leben bauen.
Der selbst das Leben kennt und sieht,
wie viel es da an Kummer gibt.
Der selbst das Leben hat durchschritten,
geglaubt, gehofft, und auch gelitten.
Einer, der mit uns geht in allem,
der uns aufrichtet , wenn wir fallen;
um dann, damit wir’s wieder wagen,
seelsorgerlich zu uns zu sagen:
„Euer Herz erschrecke nicht
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“

Oftmals ist schwach der eig‘ne Glaube,
fällt dem Erschrecken schnell zum Raube.
Wenn wir so manche Dinge sehn,
dann bleiben wir erschrocken steh‘n

Damit es nicht bleibt beim Erschrecken,
muss einer Hoffnung in uns wecken.
So wie es Jesus zu uns spricht:
„Euer Herz erschrecke nicht.
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“


Da gibt es nun so manche Sachen,
die uns heut’ Kopfzerbrechen machen.
Gesellschaftlich liegt es im Argen,
man denkt, das ist doch zum Verzagen.

Allein Apelle helfen nicht,
wenn es an Mut und Kraft gebricht.
Doch woraus schöpfen wir die Kraft,
die immer wieder gutes schafft?

Die Jahreslosung sagt: der Glaube -
 was immer uns die Kräfte raube -
ist frische Quelle unseres Lebens,
die Hoffnung schenkt; nichts ist vergebens.

So wie es Jesus selbst ja spricht:
„Euer Herz erschrecken nicht
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“


Gewiss, wir können viele Sachen,
doch Glauben können wir nicht machen.
Den kann nur Gott allein uns geben,
darauf setz‘ ich mein ganzes im leben,
Trotz Zweifel, Schrecken, Furcht und Sünden,
lässt Gott mich ihn dann wiederfinden,
lässt in der Not mich nicht vergehen,
mich geistlich wieder auferstehen,
Durch Jesu Stimme die da spricht:
„Euer Herz erschrecke nicht.
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“

Und ist der Glaube noch so klein,
er wird genügend kräftig sein,
der Welten Dinge anders sehen,
mit neuer Hoffnung vorwärts gehen.
Erschrecken wird sich dann verwandeln
zu Menschen zugewandtem Handeln.
Weil immer eine Stimme spricht:
„Euer Herz erschrecken nicht.
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“


Und hat der Glaube mich ergriffen,
dann werd‘ ich nicht mehr so verkniffen
auf mich, die Welt, und andere sehn,
mit Heiterkeit die Wege gehen,
und kann auch über Dinge lachen,
um die wir uns Gedanken machen;
kann sogar lachen über mich,
denn jeder hat so seinen Stich.

So ist Humor des Glaubens Kind
durch den ich einen Abstand find‘
zu mir und zu der Welt dann auch,
den ich auch immer wieder brauch‘.

Weil auch Humor kommt aus dem Glauben,
so mögt ihr mir noch mal erlauben
den wicht‘gen Satz, den wir schon kennen,
ein letztes Mal noch zu benennen.
Wo Jesus Christus selber spricht :
„Euer Herz erschrecke nicht .
Glaubt an Gott und glaubt an mich.“

Am Ende merkt euch diesen Spruch,
Ihr habt ihn jetzt gehört genuch.
Er soll euch durch das Jahr begleiten,
durch gute und durch schwere Zeiten.
Ich schließe nun in Gottes Namen,
nicht mit Helau, sondern mit Amen.

(Autor: B. Hochschorner, red: kr)